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Sunday, 26 September 2010

Philologische Prinzipien

Philologische Prinzipien

Die Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) ist die vollständige, historisch-kritische Aus­gabe der Veröffentlichungen, der nachgelassenen Manuskripte (Entwürfe) und des Briefwechsels von Karl Marx und Friedrich Engels.
 
Vollständigkeit
Sie bietet das literarische Erbe von Marx und Engels – soweit es überliefert und der Wissenschaft zugänglich ist – erstmals in seiner Gesamtheit dar. Zu den bereits bekannten Schriften, Artikeln und Briefen – erstmals auch der an sie gerichteten Briefe Dritter – kommen eine Reihe bisher unveröffentlichter bzw. neu entdeckter Arbeiten hinzu. Durch Autorschaftsanalysen konnte zudem die Ur­heberschaft von Marx oder Engels an zahlreichen Texten verifiziert oder falsifiziert und somit der Werkbegriff weiter konturiert werden. Darüber hinaus werden alle Manuskripte, Entwürfe, Notizen und Exzerpte publiziert.

Originaltreue

In der MEGA werden alle Texte in der Sprache der jeweiligen Originale wiedergegeben. Dies bildet die Grundlage für Untersuchungen zu Sprachschatz, Begriffswelt und zur Klärung historisch-genetischer Fragen der Terminologie. Die Textwiedergabe folgt getreu den überlieferten autorisierten Textvorlagen, auf Grundlage der originalen Handschriften und Drucke. Unvollendete Manuskripte werden in jenem Bearbeitungsstadium dargeboten, in dem die Autoren sie hinterlassen haben. Eine kritische Textrevision im Sinne der Beseitigung eindeutig fehlerhafter Stellen erfolgt behutsam und unter genauer Rechenschaftslegung.

Darstellung der Textentwicklung

Die MEGA dokumentiert vollständig und übersichtlich die Werkentwicklung von der er­sten Gedankenskizze bis zur Fassung letzter Hand mit Hilfe moderner Editionsmethoden: Die einzelnen Werke werden zunächst im Textteil nach der Handschrift oder dem Erstdruck vollständig wiedergegeben. Die gesamte autorisierte Textentwicklung in Manuskripten und Drucken veranschaulichen Variantenverzeichnisse im wissenschaftlichen Apparat, so daß jede einzelne Fassung eines Werkes herangezogen, aber auch die Textentwicklung in ihrer Gesamtheit überblickt werden kann. Damit wird ein bislang ungekannter Einblick in die Arbeitsweise der Autoren ermöglicht.

Ausführliche Kommentierung

Die Textdarbietung ist verbunden mit einer intensiven wissenschaftlichen Kommentierung, die in einem umfangreichen, separat gebundenen Apparatband erfolgt, der Rechenschaft gibt über die Arbeit der Bearbeiter und die zur wissenschaftlichen Nutzung erforderlichen Angaben vermittelt: Er beginnt mit einer Einführung, in der das präsentierte Textmaterial vorgestellt und wissenschaftsgeschichtlich kontextualisiert wird. Im Anschluß daran wird die Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte jedes Werkes dargestellt. Dies schließt den Nachweis der Verfasserschaft, die Begründung der Datierung sowie eine genaue Beschreibung der überlieferten Handschriften und autorisierten Drucke ein. Es folgen das Variantenverzeichnis mit der Darbietung der Textentwicklung und das Korrekturenverzeichnis, das über redaktionelle Eingriffe in den überlieferten Text Auskunft gibt. Die Erläuterungen bringen die vom wissenschaftlichen Nutzer benötigten Sachhinweise, werkimmanente Verweise und Quellenbelege. Ein umfangreicher Registerapparat beschließt jeden Band.

Die MEGA (MEGA-website)

Ausführliche Fassung

Die Marx-Engels-Gesamtausgabe wurde in den 1970er Jahren in Berlin und Moskau begonnen. Sie erwarb in Fachkreisen hohes Ansehen und ist in allen großen Bibliotheken der Welt präsent. Nach 1989 haben sich Wissenschaftler, Politiker und Verleger aus vielen europäischen Ländern, Japan und den USA nachdrücklich für die Fortführung der Ausgabe eingesetzt.
Auf Initiative des Internationalen Instituts für Sozialgeschichte, in dessen Besitz sich der größte Teil der Handschriften von Marx und Engels befindet, wurde 1990 in Amsterdam die Internationale Marx-Engels-Stiftung (IMES) gegründet, die seither die MEGA als akademische Edition in internationaler Forschungskooperation herausgibt. Die politisch unabhängige IMES ist ein internationales Netzwerk, dem neben der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissen­schaften und dem Internationalen Institut für Sozialgeschichte in Amsterdam, das Museum und Studienzentrum Karl-Marx-Haus Trier der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn und das Rußländische Staatliche Archiv für Sozial- und Politikgeschichte in Moskau angehören. Ziel der IMES ist es, die MEGA als historisch-kritische Edition sämtlicher Schriften von Marx und Engels zu Ende zu führen.
Der Umfang der MEGA wurde von 164 Bänden auf 114 Bände reduziert, von denen bereits 55 erschienen sind. Derzeit arbeiten Wissenschaftlerteams in Deutschland, Rußland, Frankreich, den Niederlanden, Dänemark, Italien, den USA und Japan an der MEGA, die damit das bedeutendste internationale Projekt dieser Art ist, das auch von der Europäischen Union gefördert wird.
Mit dem Wechsel vom Karl Dietz Verlag zum Akademie Verlag und der Veröffentlichung der ersten nach den revidierten Editionsrichtlinien be­arbeiteten Bände ist die Reorganisation des Vorhabens abgeschlossen. In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, die die langjährigen Bemühungen um die Fortführung des Ausgabe kommentiert hat, erinnerte Ulrich Raulff an deren Voraussetzungen: „Entpolitisierung, Internationalisierung und Akademisierung lauteten die drei Wünsche, die sich mit dem Fortgang der Arbeit an der MEGA verbanden. Mit dem Weggang vom Dietz Verlag dürfte der erste erfüllt sein: Der Philologie wurde der letzte Giftzahn des Parteigängertums gezogen. Die Erfüllung des dritten garantiert die Unterbringung beim Akademie Verlag. Dort rangieren die blauen Bände nun zwischen den Groß­ausgaben von Aristoteles, Leibniz, Wieland, Forster und Aby Warburg – Klassiker unter sich.“ („Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 7. Oktober 1998.)
An der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften bearbeiten acht wissen­schaftliche Mitarbeiter gegenwärtig 17 Bände und besorgen Endredaktion und Satzvorbe­reitung aller in internatio­naler Forschungskooperation edierten Bände.
Die nach der Rekonstituierung seit 1998 im Akademie Verlag erschienenen zehn neuen Bände fanden über die Fachwelt hinaus in der deutschen und internationalen Öffentlichkeit außerordentliche Resonanz. So widmeten ihnen die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die große japanische Tageszeitung „Asashi Shimbun“, die Londoner „Times“ und das Washingtoner „Journal of Commerce“ ausführliche Kommentare. In diesem Zusammenhang be­zeichnete „Die Zeit“ (25. Februar 1999) die Fortsetzung der Marx-Engels-Gesamtausgabe als einen überfälligen Akt historischer Gerechtigkeit: „Die MEGA ist im wahrsten Wortsinne ein Säkularunternehmen, und ihr Anfang, ihr Scheitern und ihr Wiederauferstehen spiegeln geradezu paradigmatisch die geschichtlichen Tragödien des 20. Jahrhunderts wider. Wenn sie, wie der Editionsfahrplan vorsieht, um das Jahr 2025 abgeschlossen sein wird, werden es ziemlich exakt hundert Jahre gewesen sein, die nötig waren, um das Werk von Marx und Engels der lesenden Öffentlichkeit originalgetreu, das heißt unzensiert, zu erschließen.“

a.  Zur Geschichte der MEGA


Das Projekt einer historisch-kritischen Marx-Engels-Gesamtausgabe geht auf David Borisovič Rjazanov (1870–1938) zurück. Der russische Gelehrte begann in den 1920er Jahren in Moskau mit der Edition einer 42bändigen Marx-Engels-Ausgabe, die in Frankfurt am Main und Berlin verlegt wurde und von der zwischen 1927 und 1941 zwölf Bände erschienen sind. Die Machtergreifung Hitlers und der in den 1930er Jahren eskalierende stalinistische Terror, dem neben Rjazanov mehrere russische und deutsche Editoren zum Opfer fielen, setzten dieser Edition, in der erstmals Marx’ „Öko­nomisch-philosophische Manuskripte“ aus dem Jahre 1844 und die „Deutsche Ideologie“ veröffentlicht wurden, ein Ende. Obwohl Rjazanovs Projekt in der Zeit des „Tauwetters“ nach Stalins Tod in Moskau und Berlin wieder aufgegriffen wurde, konnte das Konzept für eine neue „zweite“ MEGA, die den literarischen Nachlass von Marx und Engels vollständig und originalgetreu darbietet, ausführlich kommentiert und die Textentwicklung mit modernen Methoden darstellt, erst in den 1960er Jahren gegen den Widerstand hoher Partei­instanzen, denen eine historisch-kritische Gesamtausgabe suspekt war, durchgesetzt werden. Das Internationale Institut für Sozialgeschichte (IISG) unterstützte das Projekt bereits damals, da der Charakter der Edition als historisch-kritische Gesamtausgabe garantiert wurde. Die 1972 in einem Probeband vorgestellten Editionsrichtlinien dieser „neuen“ MEGA orien­tierten sich an innovativen Editionskonzepten und wurden von der internationalen Fachwelt positiv aufgenommen. Zwei Drittel der für eine historisch-kritische Gesamtausgabe unentbehrlichen Originalhandschriften befinden sich seit den 1930er Jahren im Besitz des IISG, ein weiteres Drittel war nach Moskau gelangt und wird heute im Rußländischen Staatlichen Archiv für Sozial- und Politik­geschichte aufbewahrt. Von den bis 1990 erschienenen 36 Bänden wurde jeweils ein Drittel am Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU, Moskau, am Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED, Berlin, sowie an der Akademie der Wissenschaften und einigen Universi­täten­ und Hochschulen der DDR (Berlin, Erfurt-Mühlhausen, Halle-Wittenberg, Jena und Leipzig) bearbeitet. Da die Edition somit eine Parteiangelegenheit war, erfolgten Einführung und Kommentierung der Texte nach den ideologischen Grundsätzen des Marxismus-Leninismus und auch auf die Textdarbietung gab es politisch motivierte Einflussnahmen.
Nach dem Herbst 1989 ergriffen das IISG und das Karl-Marx-Haus Trier der Friedrich-Ebert-Stiftung im Einvernehmen mit den beiden bisherigen Herausgeberinstituten die Initiative zur Gründung der Internationalen Marx-Engels-Stiftung (IMES), die im Oktober 1990 in Amsterdam errichtet wurde.
Im Februar 1992 schloß die Konferenz der deutschen Akademien der Wissenschaften einen Kooperationsvertrag mit der Inter­nationalen Marx-Engels-Stiftung. Auf Empfehlung des Wissen­schaftsrates und der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung wurde die MEGA nach positiver Begutachtung durch eine internationale Kommis­sion unter dem Vorsitz des Münchener Philosophen Dieter Henrich als Vorhaben der Berlin-Bran­den­burgischen Akademie der Wissenschaften in das Akademienprogramm des Bundes und der Länder aufgenommen. Die „Begutachtung dieser Aus­gabe [hatte] zum Ergebnis, daß sie als Edition auf hohem Niveau erfolgt sei und auch westlichen Ansprüchen entspreche“ (Henrich 1993. S. 20).
Das gilt in gleicher Weise auch für das äußere Erscheinungsbild der – von dem Leipziger Buchkünstler Albert Kapr entworfenen – MEGA-Bände, deren Typographie und Einbandgestaltung auch nach dem Wechsel vom Dietz Verlag zum Akademie Verlag (1998) erhalten geblieben ist.
Neu war demgegenüber die Aufgabe der Entpolitisierung der Edition, insbesondere in der Kommentierung. An die Stelle des früheren, politisch motivierten teleologischen Deutungs- und Editionsimperativs ist nunmehr das Prinzip der konsequenten Historisierung des Werkes getreten. Dies meint eine Kontextualisierung, die das Marxsche Denken im Zusammenhang seiner Zeit und ihres Problem- und Fragehorizontes verortet. Dabei wird deutlich, daß Marx, unabhängig von der geschichtsprägenden Kraft seines Denkens, einen legitimen Ort in der Wissenschaftsgeschichte mehrerer Disziplinen besitzt: Über die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften hinaus wird durch die MEGA der enzyklopädische Ansatz eines Œuvres sichtbar, das sich über Philosophie und Soziologie bis hin zur Kulturgeschichte erstreckt. Durch die gelungene Rekonstitution des MEGA-Projekts als Akademienvorhaben hat Marx nach dem Epochenjahr 1989 seinen Platz im Kreis der großen klassischen Denker gefunden.


Philological Principles

Philological Principles

The task of this complete new historical-critical edition of the works of Karl Marx and Friedrich Engels is to provide comprehensive and reliable basic source material for the use of scholars in all disciplines and for all other language editions of their works. With regard to this fundamental purpose the guiding principles of the MEGA are as follows:

Completeness
The MEGA is the first edition of the works of Marx and Engels to present their literary heritage in full, that is, comprising all of their surviving written material. Together with the papers, articles and letters already known, the MEGA includes a number of never yet published or newly discovered works. More-over, all extant manuscripts, drafts, notes, excerpts as well as marginal notes in books, etc., will be included. In addition to this, not only the letters written by Marx and Engels themselves will be included, but also those letters addressed to them by third parties. Each volume is actually a double volume: the text proper, on the one hand, and the relevant commentary and the index section, on the other, are bound separately, thus making it easier for the reader to use the different parts simultaneously.

High fidelity
 All texts published in the MEGA are published in the language in which they were originally written. The writings are reproduced in exact conformity with the authors’ original texts, all copy being checked against the manuscripts, whenever accessible, or authorized printed versions. Unfinished manuscripts are presented in the stage in which they were left by the authors. Such an approach involves a critical textual revision with a view to eliminating obvious errors; but interference in the authors’ texts is always made with extreme caution and is exactly indicated to the reader.

Presentation of the texts in the various stages of their preparation
In line with modern methods of editing, the MEGA clearly and comprehensively displays—insofar as the relevant drafts are available—the textual develoment of the various works of Marx and Engels from the first sketching out of their thoughts to the final version. In the text volume either the manuscript version or a printed authorized version is reproduced in its entirety. But the textual development from the manuscript to the various authorized printed versions is always completely documented in a listing of variants. Thus for the first time all versions drafted or corrected by the authors are made available for study.

Exhaustive commentary
The complete edition of Marx and Engels’ literary bequest includes, more-over, intensive critical annotation. The comprehensive commentary is a product of the research carried out by the institutes involved and provides all data necessary for scholarly purposes. This commentary builds upon the scientific findings of international scholarship, at the same time enriching it by the further knowledge gained in the direct preparation of this historical-critical edition. The presentation of a critical commentary in relation to each individual work begins with a record of the origin and the history of the text, including proof of authorship and authentication of date, as well as an exact description of the surviving manuscripts and authorized printed versions. This is followed by the already indicated variants, showing the development of the text and the record of subsequent editorial changes by the authors. Extensive annotation will provide all other pertinent data and necessary references for the scholarly reader. An introduction to the entire material contained in a volume is also furnished. Finally, each MEGA volume includes separate bibliographies of the works cited by Marx and Engels and of those utilized by the editors in the preparation of the text and commentary. This is followed by both a subject and name index, the latter including essential biographical information.

The Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) Project (MEGA-website)

The Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) Project



Work began on the MEGA, the historical-critical edition of the complete writings of Karl Marx and Friedrich Engels, in Moscow and Berlin during the 1970s. The MEGA soon acquired a formidable reputation among experts and can now be found in all great libraries in the world. In the wake of the dramatic changes which led to the dissolution of the Soviet Union and the German Democratic Republic (GDR), schol­ars throughout the world pres­sed for the continued publication of the MEGA.
In 1990, Amsterdam's International Institute of Social History (IISH), whose archive holds most of the ori­ginal manuscripts, took the initiative of setting up the International Marx Engels Foundation (IMES) which assumed academic responsibility for the project. The politically independent IMES is an international network that includes, along with the IISH and the Berlin-Brandenburg Academy of Sciences and Humanities (BBAW), the Social Research Institute of the Friedrich Ebert Foundation in Bonn and the Russian State Archive for Socio-Political History (RGASPI). The aim of the IMES is to complete the MEGA.
The extent of the MEGA has been reduced from the originally planned 164 to 114 volumes; 52 of these have already been published. At present, teams of scholars from Germany, Russia, France, the Netherlands, Denmark, Italy, the USA, and Japan are working on the MEGA, thus making it one of the most significant international projects of its kind. The MEGA also receives financial support from the European Union.
With the change of publishers in 1998 from Dietz Verlag to Akademie Verlag, and the publication of the first volumes edited according to revised guidelines, the reorganization of the project has been completed. Ulrich Raulff of the "Frankfurter Allgemeine Zeitung", commenting on the years of effort invested in promoting the continuation of its publication, emphasized the project's three new commitments: “Depoliticization, internationalization, and achievement of high scholarly standards. The first was accomplished by leaving the Dietz Verlag, which freed philology from its notorious affiliation with party interests. Realization of the third is guaranteed by its being integrated into the Akademie Verlag. Now the blue volumes rank with the complete works of Aristotle, Leibniz, Wieland, Forster and Aby Warburg—classics among classics.” (“Frankfurter Allgemeine Zeitung”, October 7, 1998)
At present, eight scholars of the BBAW are working on twelve volumes. They also coordinate cooperation with international researchers in the editing of final drafts and typographical preparation of all future volumes.
After the restructuring of the project, the ten new volumes published by the Akademie Verlag met with extraordinary national and international acclaim, which reached beyond the academic world. For example, the “Frankfurter Allgemeine Zeitung”, the important Japanese daily “Asashi Shimbun”, the London “Times”, and the Washington “Journal of Commerce”, all devoted detailed comments to these publications. In this context, “Die Zeit” (February 25, 1999) identified the continued publication of MEGA as an act of historical justice long overdue: “The MEGA is literally a century-long enterprise. Its origin, its failure, and its reincarnation mirror paradigmatically the historical tragedies of the 20th century. If it will be finished according to schedule around the year 2025 , then almost one hundred years will have been necessary to make the works of Marx and Engels accessible to the reading public in their original form, i. e. uncensored.”

The History of the MEGA

The project of a historical-critical edition of the complete works of Marx and Engels dates back to David Rjazanov (1870–1938). The Russian scholar started with the plan of editing 42 volumes in the 1920s in Moscow. Of these, only 12 were published in Frankfurt (Main) and Berlin. Hitler´s rise to power and the escalation of terror under Stalin in the 1930s put an end to this edition, which was the first to publish Marx’s “Economic and Philosophical Manuscripts” from 1844 and “The German Ideology”. Eventually Rjazanov and other Russian and German editors were purged. Even though Rjazanov´s project was resumed in Moscow and Berlin in the period of the “thaw” after Stalin’s death; the concept for a new “second” MEGA, that would contain the complete literary estate of Marx and Engels in the original form, with detailed commentaries and the use of modern forms of text presentation, couldn´t be carried out before the 1960s, as high-ranking party courts were thoroughly critical of such an edition. By this time, since the non-partisan, historical-critical character of the Complete Works had been guaranteed, the International Institute of Social History (IISH) had already started supporting the project. The editorial guidelines of this “new”, second MEGA, were modelled on innovative concepts and first introduced in a sample volume in 1972. It soon found overall approval in the international academic community. Two-thirds of the indispensable original manuscripts have been in possession of the IISH since the 1930s; the other third had come to Moscow and is today stored in the Russian State Archive for Socio-Political History. Of the 36 volumes published before 1990, about one third of these each was edited at the following institutions: The Institute of Marxism-Leninism under the Central Committee of the Communist Party of the Soviet Union (Moscow), the Institute of Marxism-Leninism under the Central Committee of the Socialist Unity Party of Germany (Berlin), and the Academy of Sciences in conjunction with various universities in the GDR (Berlin, Erfurt-Mühlhausen, Halle-Wittenberg, Jena and Leipzig).
After the autumn of 1989, the IISH and the Karl Marx-House of the Friedrich Ebert Foundation in Trier, together with the previous publishing institutions, took the initiative of creating the International Marx Engels Foundation, which was established in October 1990 in Amsterdam.
In February 1992, the Conference of the various Academies of Sciences in Germany entered into a contract of cooperation with IMES. Before the MEGA was admitted to the Academy Program of the German Confederation of States, it had to acquire the favorable assessment by the Scientific Advisory Council and the approval of the Confederation of States´ Commission  for Educational Planning and the Promotion of Reasearch. Following the proposal by the Berlin-Brandenburg Academy of Sciences for its admittance, it was also necessary to get a positive evaluation by an international scientific commission headed by the Munich philosopher, Dieter Henrich. Since October 1993, for the first time in its history, the MEGA has found itself under the auspices of a German Academy of Sciences. The previously mentioned evaluation reported: “the editing has been carried out on a high scientific level and also meets with Western standards” (Henrich 1993, p. 20).
The same could have been said about the physical design of the MEGA volumes, laid out by the Leipzig book-designer Albert Kapr. The high quality typography and binding have been continued by the new publisher, Akademie Verlag.
The really new quality of the edition lies, however, in its depolitization, particularly in regard to the commentaries. The former, politically motivated, teleologically explanatory imperative of the edition has been replaced by the principle of a deliberate historization of the works. This means placing Marxian thought in the historical context of its times and of its historically relevant issues. It thus becomes clear that Marx has established a legitimate place in  different scientific disciplines notwithstanding the historical thrust of his thought. The encyclopedic approach of the MEGA goes beyond the mere scope of the economic and social sciences. It reaches up to philosophy, sociology, and to the history of culture.